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Helgoländer Geschichte(n) - eine Insel im Wandel 2022

Töverhuus

Hummer und Verstrickungen bei Seevögeln – zwei Vorträge am Stück

HASELDORF/HELGOLAND/KLEIN NORDENDE. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Helgoländer Geschichten - eine Insel im Wandel“ laden die Initiatoren der Reihe, Rainer Adomat vom Heimatverband für den Kreis Pinneberg und Edelgard Heim zu zwei naturkundlichen Vorträgen am Stück ein.

Mit Dr. Rebecca Ballstaedt und Elmar Ballstaedt vom Verein Jordsand, der die Schutzgebiete auf Helgoland betreut, konnten zwei Expert*innen gewonnen werden.

„Mit der Nordseeinsel Helgoland wird spontan der Hummer verbunden“, sagt Edelgard Heim, Leiterin der Integrierten Station Unterelbe (ISU) im Elbmarschenhaus, „genauso nennen viele Menschen ihre bestürzende Beobachtung, dass tote oder sterbende Vögel in Plastikschnüre verstrickt an den Brutfelsen hängen. Daher waren diese beiden Themen bei der Planung der Veranstaltungsreihe definitiv gesetzt.“

Beide Vorträge finden statt am Freitag, den 15.07.2022 ab 17:00 Uhr im Töverhuus, Dorfstraße 80 in 25336 Klein Nordende.

Foto.Edelgard Heim, LLUR

Los geht es um 17:00 Uhr mit dem Vortrag von Rebecca Ballstaedt über den

Helgoländer Hummer: Ein einzigartiges Tier in einem einzigartigen Lebensraum

Der Europäische Hummer kommt in Deutschland vor allem im Felssockelbereich um Helgoland vor. Frau Ballstaedt stellt den Hummer und seinen spannenden Lebensraum vor. In
den vergangenen Jahren haben sich viele Menschen um das Fortbestehen der Tiere bemüht. Überfischung, Kriegsjahre und Umweltverschmutzung, aber auch Klimawandel sind die
Herausforderungen, die die Tiere meistern müssen.

Foto: Elmar Ballstaedt, Verein Jordsand

Nach einer Pause geht es um 19:00 Uhr weiter mit einem Vortrag von Elmar Ballstaedt über die Auswirkungen des Meeresmülls auf die Brutvogel-Kolonie auf Helgoland mit dem Titel:

Basstölpel & Meeresmüll – Licht und Schatten in Deutschlands einziger Hochseevogelkolonie

Helgoland beherbergt Deutschlands einzige Hochseevogelkolonie mit fünf Brutvogelarten, die nur dort vorkommen. Dieses wunderbare Erlebnis hat jedoch leider nicht nur positive Seiten: Seit Basstölpel auf Deutschlands einziger Hochseeinsel brüten, verbauen sie synthetische Fasern zusätzlich zu natürlichem Nistmaterial in ihre Nester. Dies ist nicht nur ästhetisch unschön, sondern hat Auswirkungen auf die Basstölpel, aber auch auf die benachbarten Trottellummen: Eine gewisse Anzahl an Individuen verstrickt sich in den Plastikfasern und kann sich meist nicht mehr befreien. Über die Auswirkungen auf Populationsebene ist dabei wenig bekannt. Ebenso weiß man kaum, falls nicht optisch erkennbar, woher das Plastikmaterial kommt. Hier gilt es anhand von Laboranalysen das Material zu bestimmen, um Rückschlüsse auf die Herkunft ziehen zu können. Ziel ist es, anhand der Auswirkungen und Herkunft des Materials Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Naturschutz zu entwickeln, um einen Beitrag zur Reduktion von Plastikmüll zu leisten.

Die Vorträge können auch einzeln besucht werden. Im Töverhuus können Getränke und kleine Gerichte erworben werden.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig. Wir bitten um eine Spende. Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Auflagen.

Diese Vorträge sind Teil der umfassenden Veranstaltungsreihe anlässlich des Helgoländer Jubiläums- und Gedenkjahres 2022. Sie wurden durch die BINGO-Umweltlotterie gefördert.
Das vollständige Programm der „Helgoländer Geschichte(n) - eine Insel im Wandel“ findet sich unter Helgoländer Geschichten - elbmarschenhaus

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