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OPEN AIR IM TÖVERHUUS:Reinhold Beckmann Duo begeistert in Klein Nordende

Reinhold Beckmann (von links) und Johannes Wennrich begeisterten die Gäste bei ihrem Open Air Konzert im Töverhuus. Peter Warncke

Das Publikum tanzte, lachte und sang mit. Das Reinhold Beckmann Duo machte im Töverhuus nicht nur gute Musik, sondern sorgte auch in den Pausen für ausgelassene Stimmung. Ein ungeplanter Gast wurde zum Star des Abends.

KLEIN NORDENDE / Peter Warncke

Ulrike Weers vom Kultur- und Sport-Ausschuss war froh, dass sie nach der langen Corona-Pause endlich wieder eine Veranstaltung im Töverhuus anmoderieren konnte. „Alle, die heute nicht gekommen sind, werden es bereuen, dass sie nicht hier gewesen sind“, sagte Weers mit der Vorahnung eines gelungen Open Air mit dem Reinhold Beckmann Duo. Sie sollte Recht behalten.

Tiefgang und Leichtigkeit im Töverhuus

Elisabeth Konetzny und Martin Höppner waren einfach nur begeistert. Peter Warncke

Auch wenn der Hof des Töverhuus nicht ausverkauft war, begeisterte Reinhold Beckmann zusammen mit Johannes Wennrich das Publikum. Aus seinem neuen Album „Haltbar bis Ende“ präsentierte er unter anderem „Alles schon probiert“, ein lässiges laid-back Stück über die Wechselfälle des Lebens, oder mit augenzwinkernder Ironie „Der Lack ist ab“. Seine Lieder haben Tiefgang und Leichtigkeit zugleich und gehen Hand in Hand, allenthalben mit akustischen und textlichen Feinheiten.

Zwischen den Liedern zeigte sich Beckmann, der Musiker, auch als charmanter Unterhalter, er plauderte locker aus seinem Leben und bezog immer wieder das Publikum mit ein. Damit sorgte er dafür, dass alle Gäste im Töverhuus einen schönen Abend hatten. Man merkte ihm an, wie er die enge Verbindung zum Publikum genießt mit seiner eigenen Dynamik. So sah er im Publikum auch, dass Elisabeth Konetzny und Martin Höppner ganz dicht und eng zusammen saßen, auf seine Frage wie lange sie denn zusammen seien, kam prompt „30 Jahre“.

Trecker wird zum Star des Konzerts im Töverhuus

Reinhold Beckmann freute sich über den Besuch von Jasmin Thormählen und ihrem Trecker am Töverhuus. Peter Warncke

Reinhold Beckmann konnte auch mit tief verwurzelter Musikalität punkten. Er kann Herz wie feine Ironie und weiß nicht zuletzt um das Politische im Privaten: Beim familienbiographisch gefärbten Antikriegssong „Vier Brüder” heißt es innehalten und tief durchatmen, hierbei verarbeitet er den Verlust seiner Mutter, deren vier Brüder in den Kriegsjahren gestorben sind – beeindruckend. Als dann mitten in einem seiner Lieder ein Trecker am Töverhuus vorbeifuhr, war er schlichtweg begeistert: „Das passte jetzt genau dazu.“

Die junge Treckerfahrerin bestellte Mirko Hamke in der Pause direkt telefonisch zum Töverhuus. Hier konnte Reinhold Beckmann dann Jasmin Thormählen mit ihrem „Lanz“ von 1936 treffen. Für ein anstehendes Projekt brauche er genau so eine „Schrauberin“ wie sie. Zurück auf der Bühne: „Der Lanz von 1936 war der Star des Abends. Jasmin hat sogar einen Manager, ihren Freund Ole. Der darf aber nicht mit dem Traktor mitfahren, er muss mit dem Fahrrad hinterher fahren.“

Rockiger Ausklang des Konzertabends

Zum Ende des Open Air wurde es dann auch noch Rockiger auf der Bühne. Im Publikum standen, tanzten und sangen alle mit als Beckmann über „Juli“, seine Yoga-Tanzlehrerin, sang.

Das Publikum sang und tanzte beim Open Air am Töverhuus. Peter Warncke
Peter Warncke Freier Journalist & Fotograf, shz+ vom 13.09.2021

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