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Bridgeclub: Erfolg seit zehn Jahren

Verein feiert Geburtstag mit großem Turnier

Das Bridge-Spiel ist für viele Aktive eine ernste Angelegenheit und schon aufgrund seiner komplizierten Regeln eher Sport als Spiel. FOTO: CARSTEN WITTMAACK

KLEIN NORDENDE Ganz gegen den allgemeinen Trend wächst der Bridgeclub Klein Nordende. 188 Mitglie­der gehören ihm aktuell an. Tendenz seit Jahren stei­gend. „Das sieht anderswo ganz anders aus“, sagt Wolf­gang Fuhrmann, der seit 2014 als Vorsitzender die Ge­schicke des größten Bridge­clubs Schleswig-Holsteins leitet. Gegründet wurde der Klein Nordender Club im Oktober 2009, also vor genau zehn Jahren. Das runde Jubi­läum wurde mit einem Emp­fang gefeiert. 88 Teilnehmer spielten das Geburtstags- sturnier, das gleichzeitig als Club-Paarmeisterschaft galt. Als Pokalsiegerinnen durften sich Brigitte Saß und Adel­heid Schröter feiern lassen.

Aus 35 Orten stammen die Mitglieder. „Die meisten

kommen nicht hier aus Klein Nordende“, sagt Inge Fuhr­mann, die sich insbesondere der Nachwuchsgewinnung verschrieben hat. Sogar län­gere Anfahrten aus Hamburg würden von den Mitgliedern in Kauf genommen, um in Klein Nordende dabei sein zu können.

Zum Start vor zehn Jahren war die Runde noch deutlich kleiner. Gerade einmal 16 Spieler bildeten den Kreis der Gründungsmitglieder. Damals ahnte noch niemand, welche Entwicklung der Ver­ein einmal nehmen würde. „Zu unseren ersten Turnie­ren trafen wir uns in unserem kleinen aber gemütlichen Clublokal in der oberen Eta­ge des örtlichen Tanzclubs“, erinnert sich Gründungsmit­glied Lill Tantau an die An­fänge. Die gute Stimmung sprach sich rasch herum, so dass der Club 2011 schon

64 Mitglieder zählte. 2014 wurde das neue und größere Clubheim eingerichtet - weitgehend in Eigenregie. Heute gibt es eine eigene Homepage, eine Mischma­schine, eine zeitgemäße Aus­stattung samt Laptop sowie eine Rangfolgeanzeige. Und seit 2016 ist der Club als ein­getragener Verein anerkannt.

Auch sportlich wird viel ge­boten. Team-Swiss-Turnier, Spiel in den Mai, Gulaschtur­nier und Co. sorgen für Spiel­spaß und einen erhöhten Ad­renalinspiegel. Denn Brigde ist kein Spiel wie jedes ande­re. Die Regeln sind kompli­ziert und nicht an einem Tag zu lernen. Die Top-Spieler brauchen meist jahrelange Routine und eine ausgefeilte Strategie.

In Klein Nordende kom­men aber nicht nur die Bridge-Asse zu ihrem Recht. Schwerpunkte der Vereins arbeit bilden Bridge als Brei­tensport sowie die Aus- und Fortbildung. Fünf Mal pro Woche finden im 75 Qua­dratmeter großen Clubheim in der Schulstraßc 2a Paar­turniere statt. Bis zu 20 Spiel­tische stehen für bis zu 80 Ak­tive bereit. Und wenn sich die Tendenz fortsetzt, kann der Club schon bald sein 200. Mitglied begrüßen. Carsten Wittmaack

» bc-klein-nordende.de

KLEINE REGELKUNDE

Die anwesenden Gründungsmitglieder wurden während der Geburtstagsfeier de Bridgeclubs mit besonderen Bechern geehrt. FOTO: EN

Echtes Denkspiel

Die Bridge-Regeln in wenigen Zeilen nachzuzeichnen, scheint unmöglich. Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, dass Brigde eher Sport als Spiel ist: Wenn zum Beispiel die 13 Karten von einer Farbe 9 dem Spieler und seinem Partner Nord/Süd zugeteilt wer­den, geht der Rest an die Gegenspieler, die Ost/West sit­zen. Das heißt bei einer Summe von 4 Restkarten bei den Gegenspielern können die Kar­ten mit 3-1 mit einer Wahr­scheinlichkeit von 50 Prozent oder 2-2 mit 40 Prozent und 4-0 mit zehn Prozent verteilt sein. Al­les verstanden? Wenn nicht: Am 22. Oktober beginnt ein neuer Anfängerkursus im Klein Nordender Clubheim an der Schulstraße unter Anleitung von Inge Fuhrmann. Interessierte treffen sich um 19 Uhr. Infos gibt es bei Inge und Wolfgang Fuhr­mann unter der Telefonnummer (04121)91480. caw

Elmshorner Nachrichten, 05.10.2019

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